Lisa Beuster zum 29. Juli - Mittwochsbrief
Mittwoch, 29. Juli 2009 um 00:00

Die Ehe ist das Ruhen zweier Herzen,
da ist kein Sehnen mehr und ist kein Schmerzen,
da ist kein Suchen, nein, man hat gefunden.
Man lebt und lebt, doch nimmer zählt man Stunden.
Es ist ein Leben, wie zwei Bäume leben,
die ihre Wurzeln ineinander weben,
treuinnig mit den Zweigen sich umfassen;
kommt auch ein Sturm, keins kann vom andern lassen.

Derselbe Tau trifft sie, derselbe Regen,
was einem wohltut, bringt dem andern Segen.
Mag Mond, mag Sonne auf sie niederschauen,
sie steh'n vereint in kindlichem Vertrauen.
Sie harren still, was ihnen kommt von oben,
ob Freud', ob Leid - sie sind in eins verwoben.

(Theobald Kerner)



Liebe Leserinnen und Leser,


bei uns im Laden steht diese Woche ganz im Zeichen der Hochzeitsvorbereitung.

Die liebe Maria ist schon seit Freitag im Urlaub und hat alle Hände voll zu tun, sodass ihr wahrscheinlich kaum Zeit bleibt, nervös zu werden.

Uns anderen geht es da nicht so: Wir sind schon ziemlich aufgeregt, zerbrechen uns die Köpfe über Geschenke, Karten, Widmungen, diskutieren in Kaffeepausen das Für und Wider der Ehe (sind in diesem Fall aber klar für das Für) und versuchen, zwischen all der anfallenden Buchhändlerarbeit unsere Festtagsgarderobe zusammen zu kriegen.

Am Samstag früh geht es dann endlich mit versammelter Mannschaft gen Stettiner Haff.


Weniger romantisch vielleicht, dafür aber nicht minder interessant, ist die Titelauswahl dieser Woche.


Neu eingetroffen sind:


Mühlengespräche II - Gefühle, Sternbilder, Moor und Sumpf (Naturgeister 12)


Die Herausgeber:

„Es ist in der Mühle mittlerweile zur Tradition geworden, im Rahmen der Festeszeiten des Jahreslaufes täglich ein Gespräch über ein bestimmtes Thema zu führen. Im vorliegenden zweiten Band der Mühlengespräche lesen Sie über Sternenwesen in der Form menschlicher Seelenregungen, mit welchen wir an Weihnachten 2006/07 kommunizierten, sowie über die jeweiligen astralen Qualitäten der einzelnen Tage der Karwoche 2007.

Weihnachten 2007/08 stand ganz im Zeichen der Sternbilder des Tierkreises, in der Karwoche 2008 sprachen wir über Konstellationen des südlichen Sternhimmels. Das Pfingstgespräch 2008 beschäftigte sich mit den geistigen Hintergründen dieses Festes.

Urlaubsfahrten an die Nordseeküste ermöglichten interessante Erkenntnisse über die Probleme von Küstenwesen untereinander und mit den Menschen. Desweiteren erfuhren wir etwas über die Unterschiede zwischen Moor und Sumpf.

Drei Gespräche über brisante Themen und ein Artikel runden den vorliegenden Band ab.“

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Friedrich Hölderlin - die Linien des Lebens (von Peter Selg)

Peter Selg beschreibt das Leben Friedrich Hölderlins in seinen zentralen Arbeitsmotiven und Schicksalsgestalten anhand der Briefe und Werke, in denen der Dichter intensiv von sich selbst Zeugnis gab. Es entsteht ein ebenso umfassendes wie erschütterndes Bild von Hölderlins Ringen, seinem inneren Weg in schwieriger Zeit, dem Unverständnis seiner Umgebung und seinem geistigen Anliegen.

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Formen schaffen als Ausdruck inneren Lebens - Rudolf Steiners Kunst und Architektur als Bild des inneren Schulungswegs


"Zwischen Kunst, Kultur und dem inneren Leben des Menschen besteht ein enger Zusammenhang. Sie bilden die Außen- und die Innenseite derselben Wirklichkeit, und es gibt eine fortwährende Wechselwirkung zwischen ihnen. So wird jedes Kunstwerk aus einer bestimmten inneren Erlebniswelt und den dazugehörenden Vorstellungen, Gefühlen und Intentionen geboren."

Vor diesem Hintergrund erschließt Pieter van der Ree den Architekturimpuls Rudolf Steiners. Er zeigt, wie das künstlerische und architektonische Schaffen Steiners mit dessen zentralem Anliegen zusammenhängt: einen Erkenntnisweg aufzuzeigen, den der Einzelne in seiner inneren Entwicklung gehen kann. Dabei erscheinen auch Kunst und Architektur in einem neuen Licht.

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Stress Balance - Wege zu mehr Lebensqualität


In Stresssituationen werden physisch und psychisch enorme Kräfte mobilisiert. Wer nicht gelernt hat, mit diesen Energien intelligent umzugehen, der erfährt die negativen Seiten des Stress: Gereiztheit, Niedergeschlagenheit, Nervosität, Migräne, Herz-Kreislaufprobleme und andere psychosomatische Krankheiten. Die innere Balance geht verloren und es stellt sich das Grundgefühl ein: Ich bin getrieben und kann mein Leben nicht mehr selbst bestimmen!

Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven werden in diesem Buch Wege zu mehr Stressbalance und Lebensqualität gezeigt. Angesetzt wird beim Umgang mit dem eigenen Körper, den eigenen Gefühlen und Gedanken, den sozialen Beziehungen, sowie den Rhythmen im Tages- und Jahreslauf.


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Und nun wieder einige Titel aus der Rubrik „Altbewährtes“:


Der Kreis der Mysterienströmungen (von Malte Diekmann)


In diesem Buch werden erstmals die karmischen Gruppen in der Anthroposophischen Gesellschaft und Bewegung in der Gesamtheit vorgestellt, wie sie sich aus den Vorträgen und Hinweisen Rudolf Steiners ergibt. Dies führt von der Dualität der bekannten Strömungen der Aristoteliker und Platoniker zu einer Vierheit, in welcher sich die beiden Strömungen der Novalis-Seelen und Rosenkreuzer neu und gleichwertig den anderen hinzustellen. Vertreten die Aristoteliker und Platoniker in erster Linie die Erkenntnisseite der Anthroposophie, so die Novalis-Seelen und Rosenkreuzer vor allem deren Lebensseite - ihre moralische, soziale und die äußere Welt tatkräftig verwandelnde Dimension. Erst dadurch rundet sich das Bild der Karmagruppen zum ‹Kreis der Mysterienströmungen›, in dem alle mit der Anthroposophie verbundenen Menschen ihren seelisch-geistigen 'Heimat-Ort' finden können.


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Das Ätherherz und die sechs "Nebenübungen"

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Erfüllte Schrift - Das Wort zwischen Geist und Materie (von Andreas Laudert)



Was ist Schreiben überhaupt, woher rührt seine Faszination? Ausgehend von Leben, Werk und Selbstverständnis Franz Kafkas, der das Schreiben als «Lohn für Teufelsdienst» bezeichnete, werden insbesondere Kafkas Individualität und sein intimes Verhältnis zur Schrift befragt, woraus sich erstaunliche Ausblicke auf die spirituellen Seiten des Schreibvorganges selbst ergeben.

Worte sind nicht nur Material, sondern etwas Wesenhaftes, dessen Wirksamkeit wir mit statischen Konzepten, z.B. religiösen Symbolen, weder bannen noch verstehen können.
Wir müssen nach dem Wesen fragen: was das Wort ist, woher es kommt, wohin es mit uns will. Entsprechendes gilt für den Vorgang des Schreibens, über den Peter Handke einmal äußerte: Man fragt zu Recht: Was ist Schreiben, wie schreibt man, warum schreibt man, ist Schreiben noch erlaubt? Heute fragt man das nicht mehr. Ich empfinde diese Schwelle immer noch, den Gedanken, dass das Schreiben eigentlich nicht sein darf. Heute ist eine ungeheure Geläufigkeit da, einerseits erfreulich, andererseits fragwürdig …

Andreas Laudert arbeitet Facetten einer Zeitsymptomatologie des Wortes heraus und spannt dabei einen Bogen von bestimmten geistigen Aspekten des Wortes zu den vielfältigen Formen des Umganges mit ihm in der Gegenwart. Dabei stehen die Bedeutung des schriftlichen Wortes und des Prozesses des Schreibens im Zentrum.

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Für die Kinderbuchempfehlungen habe ich diesmal Titel rausgesucht, die mich schon durch meine eigene Kindheit begleitet haben:



Windchen (von Sibylle Olfers)

Mit der symbolischen Figur des Windchens, das mit seinem kleinen Spielkameraden Schiffe übers Wasser fahren lässt und Äpfel und Bäume schüttelt, erklärt Sibylle von Olfers fantasievoll und mit zauberhaften Illustrationen das Naturereignis Wind.
Das Besondere an dieser Ausgabe: Der Klassiker aus dem Jahr 1910 wurde anhand der Originalillustrationen reproduziert.

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Lasse im Blaubeerland (von Elsa Beskow)

Neben den «Wichtelkindern» ist dies wohl Elsa Beskows bekannteste Geschichte: Der kleine Lasse erlebt lustige und kurzweilige Stunden im Lande des Blaubeerenkönigs und kehrt reich beschenkt in die Menschenwelt zurück.

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Madita (von Astrid Lindgren)


Eigentlich heißt Madita Margareta, aber als sie noch klein war, nannte sie sich selbst Madita. Und obwohl sie jetzt schon groß ist, fast sieben Jahre alt, heißt sie immer noch so. Nur wenn sie etwas angestellt hat, wird sie Margareta genannt. Und sie wird ziemlich oft so genannt, denn auf Birkenlund, wo Madita mit ihren Eltern und der kleinen Schwester Lisabet lebt, kann man herrlich spielen und jeden Tag neue Abenteuer erleben. Dafür sorgen schon Maditas Freund Abbe, der Kringelbäcker und Fliegerbaron, und die rotahaarige Lause-Mia. Am meisten sorgt Madita natürlich selbst dafür!

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Die Königstochter aus Erinn (von Barbara Bartos-Höppner)

König Cormac und seine Gattin erwarten ein Kind. In der Geburtsnacht tobt ein Sturm und der Druide warnt vor der zukünftigen Schönheit des Mädchens, denn auf Grund ihres Liebreizes werde viel Blut fließen. Grainne, die Sonne, kommt zur Welt. Stets ist das Kind umgeben von seiner Amme Finnguala, einer seltsamen Frau, die so wird gemunkelt dem Reich der Elfen entstammt. Von Oisin, dem Sohn des Heerführers Finn, ertrotzt Grainne das Pferd Schwanenschön, das aus der Elfenburg Brugh na Boye kommt... In so bildhafter, eindringlicher Sprache wird diese Geschichte einer Liebe geschildert, daß man rasch vergißt, daß es ja «nur eine Sage» ist.


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Ich hoffe, für die Lesehungrigen war etwas passendes dabei und verspreche Ihnen für den nächsten Mittwochsbrief auch einen etwas weniger sentimentalen Einstieg (sehen Sie's mir diesmal ob der allgemeinen Stimmung im Kollegium bitte nach).



Herzliche Grüße im Namen des Teams

Lisa Beuster



PS: Wir haben uns diese Woche wieder einmal über fern gereisten Besuch freuen können: Es kam Kundschaft aus Australien, USA, Norwegen, Italien und Dänemark. - Wir freuen uns über alle Berlin-Besucher, die zu uns finden.

Auch freuen wir uns über die rege Anteilnahme am Geschehen in unserem Laden.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Huhn





Für Berliner:

Für Schnellentschlossene interessierte Freunde, die nicht in die Ferien gefahren sind:

H E R Z L I C H E    E I N L A D U N G  ZU  UNSEREN  SOMMERLICHEN  WERKSTATTGESPRÄCHEN

Arbeitskreis  mit   Christoph  Klipstein  Achberg  und der Arbeitsgruppe Soziale Plastik  zum  Thema:

EUROPA - Nationalstaaten, Völker, Sprachen ,Religionen ......“
Eine kritische Geschichtsbetrachtung im Hinblick auf die Erarbeitung einer zukunftsweisenden Europäischen Verfassung.
Tagung mit Referaten und Gesprächen und Arbeitsgruppen am Freitag, den 31. Juli bis Samstag, den 1.August. Leitung durch Christoph Klippstein, Achberg, der sich bereits seit Jahrzehnten gemeinsam mit Freunden mit diesen europäischen Schicksalsfragen beschäftigt.

Freitag : 18.00 Musikalischer Auftakt mit einer kleinen Einführung zur keltischen Harfenmusik mit dem Harfenisten Herrn David Rescher – Herr Rescher ist Dozent und Harfenlehrer an der Berliner Hochschule für Musik Hanns Eisler.

18.30 Empfang mit Erfrischungsgetränken und weiterer Harfenmusik –

19.00 Vortragsbeginn; Impulsreferat von Christoph Klipstein zum Tagungsthema

Samstag : 11.00 - 17.00 ( mit Pause und kleinem Imbiß ) Arbeits- und Gesprächsgruppen

Ort :  R A U M    -    Bülowstr.17     in   Schöneberg    U-Bahn  Nollendorfplatz und Bülowstraße, sowie diverse Buslinien.

Diese Veranstaltung ist eine Initiative des Arbeitskreises Soziale Plastik. Siehe auch: http://www.raum17.de.vu/    -   Die Arbeits­resultate sollen in einer kleinen Dokumentation für Schulen, Wikipedia und Interessierte festgehalten werden. Zum Inhalt dieses Themenkreises werden weitere Veranstaltungen folgen..  Albert Kubisch – Jörn-Hinrich Volkmann – Urs. Michael v. der Osten


Infos : Albert Kubisch    Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.        Tel.: 22 68 65 92

 
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